Museum Ahler Kram

Museum in Partenstein

Volkskundliche Sammlung Partenstein

Eine Zeitreise in die Vergangenheit bietet das heimatkundliche Museum "Ahler Kråm" in Partenstein seinen Besuchern. Die volkskundliche Sammlung im alten evangelischen Schulhaus von 1894 neben der Kirche in der Ortsmitte, spiegelt durch viele Exponate den Alltag des ländlichen Lebens und die industriellen Anfänge der Spessartgemeinde wider: Armut, harte Arbeit, Frömmigkeit, Brauchtum, Familiensinn, Lebensfreude und Vereinskultur.

Auf drei Etagen sind Exponate zu den Themen "Landwirtschaft und Landleben", "Wohnkultur" und "Industrie und Bergbau/ Eisenbahn und Industrialisierung" ausgestellt. Trotz der kargen Bodenbeschaffenheit des Spessarts bildete die Landwirtschaft bis ins 20. Jahrhundert die Ernährungsgrundlage für die Bevölkerung. Zahlreiche Geräte zu Aussaat, Ernte und Transport zeugen von den Mühen der frühen Feldarbeit.

Eine Erwerbsquelle war die lokale Schwerspatförderung zwischen 1860 und 1948. Im Untergeschoß sind neben Informationen über den Abbau des Gesteins der rekonstruierte Stolleneingang und das Grubengerät zu sehen. Vom Museum führt der Europäische Kulturwegweg "Marienschacht-Erichstollen" als Rundwanderweg mit Schautafeln ins einstige Bergwerksgebiet im Schnepfental.

Von der industriellen Entwicklung Partensteins zeugen Maschinen und Werkzeuge, welche die Herstellung von Pappe, Webstoff, Schuhe und in der Holzverarbeitung zeigen. Die gute "Stube" aus dem Jahre 1920 und ein Schlafzimmer aus dieser Zeit, zeigen den Wohnstil aus vergangenen Tagen. Eine Ausstellung alter Haushaltsgegenstände findet sich im ersten Obergeschoss. Mühevoll war das Leben - Waschbrett, Klopfbretter und Wäschestampfer bezeugen dies.

Im Dachgeschoss finden sich neben Transportgeräten und Werkzeugen auch ein großer Webstuhl. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde in Partenstein Leinen für den eigenen Bedarf auf Handwebstühlen gefertigt. Über die häusliche Textilherstellung informiert die Flachsverarbeitung vom Anbau bis zum fertigen Leinen. Einzelne Stücke dieser Art sind in den verschiedenen Räumen des Museums zu besichtigen.
 
Eine Puppenausstellung mit alten Wagen und Puppenhäusern sowie zahlreiche Fundstücke der Burg samt eines kompletten Modells der Burg "Bartenstein" runden die Sehenswürdigkeiten ab.

Besondere Hinweise: 

Es finden immer wieder Sonderausstellungen statt sowie während der Sommermonate auch Vorträge, Führungen und Handwerkervorführungen.

Öffnungszeiten: 

Jeden 1. und 3. und falls vorhandenen 5. Sonntag im Monat von 14 - 16 Uhr. Auch an Feiertagen und nach Voranmeldung.

Preisinfo: 

Eintritt ist frei - jedoch wird gerne eine Spende genommen.